24. Oktober 2017

Eheleben #9: Ausmisten - für mehr Zeit statt Zeug


Jetzt wo die Tage wieder kürzer und kälter werden, bietet es sich an sich einmal der Wohnung zu widmen und wieder für Ordnung zu sorgen. Ich bin ja jemand der sehr gerne aufräumt und entrümpelt. Bin ich da die Ausnahme? Ich finde es einfach sehr befreiend alten Ballast loszuwerden und Ordnung zu schaffen. Im Gegensatz zu meinem Mann, den ich immer erst dazu motivieren muss. Man könnte also sagen, für die Ordnung bin ich bei uns zuständig=) Im Artikel trage ich für euch meine Erfahrungen und einige Tipps zusammen.

Warum sollte man ab und zu ausmisten? 

Irgendwie sind wir immer noch Jäger und Sammler und im Laufe der Zeit kommen immer mehr Dinge in unseren Haushalt, ob Geschenke, Gratis-Proben, Fehlkäufe, Rabatt-Käufe, Dinge die man unbedingt haben muss usw. In den meisten Fällen bleibt aber die Wohnung die gleiche und bietet nicht mehr Platz, was dazu führt, dass es immer voller wird. Erstmal nur in den Schränken, aber irgendwann dehnt sich das Zeug auch auf die Schränke und in weitere Ecken aus. Manchmal gibt es dann einen direkten Anlasse, wie der kommende Nachwuchs oder ein anstehender Umzug, sodass man gezwungen ist Ordnung zu schaffen. Aber gerade wenn solche großen Veränderungen anstehen, hat man eigentlich kaum Zeit sich ordentlich mit Ausmisten zu befassen. Für mich ist es daher ein kontinuierlicher Prozess. Immer wenn ich etwas Zeit und Lust habe, räume ich einen Teil auf und entrümpele.

So gehe ich vor

Anfang 2016 habe ich mal mit einem Plan vom Blog whitegreyhome entrümpelt. Jeden Tag sollte man sich 15 min Zeit nehmen und den Kühlschrank, Medikamente oder andere kleine Einheiten aufräumen. Aktuell läuft dort auch wieder eine Entrümpelungschallenge. Aber die meiste Zeit gehe ich ohne Plan vor. Ich nehme mir einfach die Ecken oder Schränke vor, die mich stören. Dann wird alles ausgeräumt und nach dem Aussortieren ordentlich wieder zurückgeräumt. Und das wars! Wenn ihr eine ein Fan vom Abhaken seid und eine schicke Checkliste sucht kann ich euch die von "die kleine Designerei"  empfehlen. Was sind aber nun die Dinge die weg können? Ich entscheide oft nach Gefühl oder frage mich, wann ich es das letzte Mal genutzt habe. Ich kann mich auch nicht immer sofort von Dingen trennen und zwinge mich auch nicht dazu, manchmal braucht es halt noch ein Jahr bis ich soweit bin. Ein paar gute Tipps zum Thema habe ich bei Fräulein im Glück entdeckt, die gehören auch zu einer Challenge=)

Und wohin mit dem Zeug?

Das Aussortieren ist ja das eine, aber am Ende steht ihr mit einer mehr oder weniger großen Menge Gerümpel da. Das was kaputt ist oder niemandem weiter zuzumuten wird als Müll entsorgt. Natürlich gemäß der Mülltrennung, Elektroschrott, Alttextilien, Metall .... Den Rest versuche ich weiterzuverkaufen oder wenn das nicht klappt weiterzuverschenken. Die meisten Sachen verkaufe ich Online, wobei man da natürlich immer etwas Zeit fürs Fotos machen und Anzeige schreiben braucht. Aber es lohnt sich um noch etwas Geld zu bekommen! Fürs Verkaufen von Kleidung nutze ich gerne Kleiderkreisel, für alles rund ums Kind Mamikreisel. Der Nachteil dabei ist, dass ihr die Sachen versenden müsst, was mich persönlich aber nicht stört. Für Elektrogeräte und größere Sachen, wie Möbel, Küchenmaschine etc. funktioniert ebaykleinanzeigen ganz gut. Und letzten Sonntag war ich zum ersten Mal mit einem Stand auf dem Flohmarkt. Das lohnt sich vor allem, wenn die Standgebühr nicht allzu hoch ist und ihr viele kleine Teile habt.

Und nun Ordnung halten!

Ihr könnt stolz sein auf jedes Stückchen Haushalt, dass ihr einmal aussortiert und aufgeräumt habt. Damit ihr aber nicht immer wieder von vorne anfangt, ist es wichtig die Ordnung auch zu halten. Dabei hilft es, sich genau zu überlegen, welche Dinge überhaupt in den Haushalt einziehen dürfen. Verzichtet auf Spontankäufe, schaltet das Gefühl 'das muss ich haben' aus und den Kopf an, der dann entscheidet ob ihr darauf wirklich nicht verzichten könnt. Eine Sache die ich auch noch lernen muss, ist Dinge abzulehnen. Das betrifft zum Beispiel Mitbringsel, aussortierte Dinge von anderen oder auch Gratis Proben. Ihr müsst kein schlechtes Gewissen haben, wenn ihr auch mal etwas ablehnt. Ich habe mich diese Woche das erste Mal darin geübt (die Uroma hatte Kleidung fürs Kind gekauft) und es ging!

So nun ist dieser Artikel wieder mal ziemlich lang geworden, aber wenn ich einmal anfange kommen die Worte immer wie von selbst=) Ich hoffe es hilft euch weiter. Ihr könnt gerne eure Erfahrungen in den Kommentaren teilen!

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